Wassersauger und Schmutzwasserpumpen

WassersaugerDas Standard Löschmittel der Feuerwehren ist das Wasser, dieses ist kostengünstig und normalerweise in großer Menge vorrätig. Jedoch kann auch zuviel Wasser einen Einsatz der Feuerwehr erfordern. Wer kennt es nicht? Nach einem Starkregen sind Kellerräume, Unterführungen und Straßen überflutet oder ein geplatzter Wasserschlauch der Waschmaschine setzt die Wohnung unter Wasser.


 

Gerade in Häusern können die Besitzer durch baulich bedingte Vorsorge Maßnahmen Abhilfe schaffen um ein voll laufen des Kellers beim einem Starkregen zu verhindern.

Die Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg ist für den Einsatzfall Wasserschaden gut ausgerüstet.


Die Feuerlöschkreiselpumpe:

Ist ein Kellerraum oder eine Unterführung komplett geflutet, kann mittels einer Feuerlöschkreiselpumpe und Saugschläuchen das Wasser abgepumpt werden. Jedes Löschfahrzeug der Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg verfügt über eine eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe, desweiteren ist das Lf 10/6 mit einer zusätzlichen Tragkraftspritze ausgerüstet. Diese kann unabhängig vom Fahrzeug eingesetzt werden. Auf Rollcontainern sind ebenfalls weitere Tragkraftspritzen in den Feuerwehrhäusern vorhanden, diese können im Bedarfsfall auf die Logistik- und Nachschubfahrzeuge verladen werden.


Der Wassersauger:Wassersauger 2

Das Haupteinsatzgebiet des Wassersaugers ist bei geringeren Wasserständen den betroffenen Bereich vom Wasser zu befreien. Zunächst wird das Wasser wie bei einem Staubsauger in einem Behälter gesammelt. Ab einem gewissen Wasserstand schaltet sich wahlweise eine kleine Tauchpumpe zu und pumpt das Wasser durch angeschlossene C-Schläuche bis auf eine Höhe von 6m ab.



Wasserstrahlpumpe:

Die Wasserstrahlpumpe dient zur Förderung von Wasser und zum Leerpumpen eines Raumes oder Gegenstandes (Lenzen). Sie eignet sich außerdem zur Förderung schmutziger und schlammhaltiger Flüssigkeiten.

Zum Antrieb der Pumpe wird eine Druckwasserversorgung benötigt, in der Regel durch eine Feuerlöschkreiselpumpe. Die Wirkungsweise basiert auf dem Injektorprinzip: Das Druckwasser wird in die Treibdüse geleitet, wobei es beschleunigt wird. Somit bildet sich zwischen Treibdüse und Fangrohr ein Unterdruck, welcher das Förderwasser ansaugt. Im Saugraum vermischen sich Treibwasser und Förderwasser und werden über einen B-Schlauch fortgeleitet.


Tauchpumpe Tp 4-1:

Die Tauchpumpe TP 4-1 ist eine einstufige Kreiselpumpe (ist also von der Leistung nicht verstellbar). Die TP 4-1 hat einen Korndurchlass von 8 mm, der durch ein fest eingebautes Schutzsieb gewährleistet wird und somit die Pumpe nicht beschädigt werden kann. Die Pumpe kann ein- bzw. untergetaucht, stehend oder liegend betrieben werden. Sie hat einen Abgang zum Anschluss eines B-Schlauches, womit 400 Liter pro Minute bei 1bar gefördert werden können. Da viele Wohnungen oder Häuser nur über eine ältere Hauselektrik verfügen, beziehungsweise nicht sichergestellt ist, dass vorhandene Schutzeinrichtungen ordnungsgemäß funktionstüchtig sind, muss bei einer Stromeinspeisung aus einem Hausnetz ein Fi-Schalter (Fehlerstromschutzschalter) eingesetzt werden. Dieser schützt die Einsatzkräfte vor einem Stromschlag, bei einem Defekt der Pumpe.

Um wenige Millimeter Wasser abpumpen zu können, kann das Sieb der Tauchpumpe auch abgenommen werden. Beim Einsatz in vollgelaufenen Räumen ist eine Mehrzweckleine am Haltebügel zu befestigen, um die Pumpe zu sichern, oder um sie in einem Schacht ablassen zu können. Beim Abschalten der Pumpe ist darauf zu achten, dass das in dem Schlauch verbliebene Wasser nicht wieder in den trockengelegten Raum zurückläuft.