Übung der Führungskräfte

wappen giguAm Samstag den 27. April wurden die Führungskräfte der Feuerwehr Ginsheim-Gustavsburg durch die Firma Keep Calm mit einer realitätsnahen Einsatzsimulation zu einer Großschadenslage geschult.

Nach einer kurzen Einweisung durch die Instrukteure in den Übungsablauf ertönte schon der Alarmgong. Gemeldet wurde ein LKW Brand im Industriegebiet des Stadtteils Gustavsburg. Kurz nach dem Ausrücken der Kräfte aus Ginsheim-Gustavsburg wurde durch die Leitstelle weiterhin gemeldet, dass die Brandmeldeanlage (BMA) eines Betriebes im Industriegebiet ausgelöst hat.

Schon auf der Anfahrt konnten die Kräfte der Feuerwehr eine schwarze Rauchwolke über dem gemeldeten Betriebsbereich erkennen. Die Vermutung, dass durch den Rauch des brennenden LKW die Brandmeldeanlage des angrenzenden Betriebes ausgelöst hat, wurde nach umfangreicher Erkundung der Örtlichkeiten bestätigt.

Weiterhin gab ein Mitarbeiter der dortigen Firma an, dass noch ca. 10 Kollegen vermisst werden. Umgehend wurden durch die ersten Einsatzkräfte eine Personensuche und parallel ein Brandangriff eingeleitet.

Um die Aufgaben, auf Grund der Lage und der Größe des Objektes, zu verteilen, wurden Einsatzabschnitte gebildet. Dies erleichtert dem Einsatzleiter die Arbeit, da er nicht direkt die Kräfte in den Abschnitten leiten muss. So wurde je ein Abschnitt durch Führungskräfte der Stadtteilfeuerwehren aus Ginsheim und Gustavsburg geleitet.

Auf Grund der ersten Lagebeurteilung wurde umgehend die Alarmstufe erhöht und weitere Kräfte nachgefordert.

Durch die starke Rauchentwicklung und der großen Anzahl vermisster Personen wurden an der Einsatzstelle ausreichend Atemschutzgeräteträger benötigt. Eine Einsatzkraft unter Atemschutz muss nach max. 30min ausgetauscht und eine Ruhepause einlegen bevor er erneut unter Atemschutz eingesetzt werden kann.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde ein Bereitschaftsraum für nachalarmierte Kräfte eingerichtet, welcher einem weiteren Abschnittsleiter zugeteilt wurde. Hier ist es wichtig, dass nachrückende Kräfte nicht direkt zur Einsatzstelle fahren, sondern gesondert von diesem Bereitstellungsraum abgerufen werden, um sie dort einzusetzen wo sie benötigt werden.

Da der Übungszweck auch das Motto der Firma „Keep Calm“ (Dt: Bleibe ruhig) trägt, zeigten die ersten Löschangriffe keine Eindämmung des Brandes. Der Brand weitete sich aus, was das Stresspensum der Führungskräfte fordern sollte. Dies war auch Sinn und Zweck der Übung.

Durch die Ausbreitung des Brandes wurden nochmals weitere Kräfte durch die Leitstelle angefordert. Die Leitstelle alarmierte sodann Kräfte aus Rüsselsheim, Raunheim, Kelsterbach und sogar aus dem benachbarten Main-Taunus-Kreis.

Mit den Kameraden aus den umliegenden Kommunen konnten letztendlich alle Personen aus dem Gebäude gerettet und der Brand gelöscht werden.

Das Fazit der Übung: Keep Calm!

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