Erste gemeinsame Weiterbildung für Führungskräfte der Mainspitz-Feuerwehren

aermelwappen-kleinZu einer ersten gemeinsamen Weiterbildung kamen Führungskräfte der Feuerwehren aus Ginsheim-Gustavsburg, Bischofsheim, Rüsselsheim-Bauschheim, Trebur und der Werkfeuerwehr Hörmann am vergangenen Freitag in dem Ginsheimer Feuerwehrhaus zusammen. Dazu hatte der Stadtbrandinspektor der Stadt Ginsheim-Gustavsburg, Jürgen Karheiding, eingeladen.

Thema der Weiterbildung war der Großbrand in Ludwigshafen am Rhein im Jahr 2008. Damals starben bei dem Brand neun Menschen und es kam zu zahlreichen Verletzten, darunter auch viele Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr. 

Frank Bohm von der Feuerwehr Ludwigshafen hielt zu diesem Thema einen Fachvortrag. Er berichtete von den einsatztechnischen Maßnahmen an dem Gebäude, das zum damaligen Zeitpunkt ausschließlich von türkischen Mitbürgern bewohnt war. Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrages war das Auftreten der Medien an der Einsatzstelle, die vor allem im Nachgang gegen die Feuerwehr Ludwigshafen fremdenfeindliche Vorwürfe machte. "Sechs Jahre nach dem Ereignis können manche eingesetzten Kameraden nach wie vor keinen Feuerwehrdienst in der Feuerwehr Ludwigshafen aufgrund der Anschuldigen und Bedrohungen, die gegenüber ihnen geäußert wurden, machen", berichtete Referent Bohm. "Wenn  Helfer nach einem Einsatz selbst Hilfe brauchen, ist dies ein Fall für die Notfallseelsorge", erklärte er. 

Der Fachvortrag hat den anwesenden Führungskräften einen Einblick in eine nicht alltägliche Arbeit nach dem eigentlichen Einsatz gegeben.