TH-VU Seminar bei der Werkfeuerwehr Opel

20140517 122110Am Samstag, den 17.05.2014, nahm die Stadteilfeuerwehr Ginsheim an einem TH-VU (Technische Hilfeleistung – Verkehrsunfall) Seminar bei den Kameraden der Werkfeuerwehr Opel in Rüsselsheim teil. Nach einer freundlichen Begrüßung durch Oberbrandmeister M. Ajaoun ging es auch gleich los. Bevor der theoretische Teil des Seminars begann, gab es noch einige interessante Informationen über die Adam Opel AG und die vielfältigen Aufgaben der Werkfeuerwehr (u. a. über 1000 Einsätze im Jahr, Wartung von 12.000 eigenen Feuerlöschern, Feuerlöscher Schulungen für die Mitarbeiter und viele andere Aufgaben).

 Im theoretischen Teil erklärte Hr. Ajaoun, dass Rettungskarten mittlerweile für die Feuerwehr unerlässlich sind. Die Rettungskarten wurden von den teilnehmenden Fahrzeugmobilherstellern standardisiert und zeigen auf, wo sich bei dem jeweiligen Fahrzeugmodell z. B. die Fahrzeugbatterie, die Gasgenerator für die Airbags und andere sicherheitsrelevanten Teile verbaut sind. Wichtig für die Feuerwehr ist hier u. a. wo Airbags und deren Gasgenerator sitzen. Im schlimmsten Fall beschädigt man einen Gasgenerator und bringt sich selber durch einen auslösenden Airbag in Gefahr. Daher ist es wichtig die Batterie zuerst zu trennen. Da die Batterie nicht immer an der gleichen Stelle bei allen Modellen sitzt ist die Rettungskarte hier von Vorteil und erspart viel Zeit.

Die Feuerwehr empfiehlt jedem Fahrzeugfahrer sich eine Rettungskarte seines Fahrzeugs farbig auszudrucken und hinter die Sonnenblende zu klemmen. Auch gibt es entsprechende Aufkleber die in die Windschutzscheibe geklebt werden und anzeigen, dass eine Rettungskarte im Fahrzeug ist. Rettungskarten der jeweiligen Fahrzeughersteller können unter diesem Link kostenfrei heruntergeladen werden. Bild 1Nach dem theoretischen Teil ging es auch gleich in den praktischen Teil über. Als Übungsobjekt stand ein aktuelles Modell des Opel Zafira zur Verfügung. Als erste Maßnahme stand die Sicherung des Fahrzeugs an. Bild 2Dies dient dazu, dass das Fahrzeug nicht wegrollt und der Patient vor Erschütterungen geschützt wird. Die nächste Maßnahme ist das Abklemmen der Batterie. Bild 3Bild 4Um an diese zu gelangen wurde eine Öffnung an der Motorhaube mit dem sogenannten Spreizer geschaffen. Je nach Lage und Verletzungen des Patienten werden div. Öffnungen am Fahrzeug in Absprache mit dem Rettungsdienst vorgenommen. Bild 6Häufige Aufgabe der Feuerwehr ist das Entfernen der Tür und das Schaffen von Platz im eingedrückte Fußraum. Muss der Patient liegend und schonend aus dem Fahrzeug geholt werden, wird eine große Öffnung geschaffen. Hierbei werden beide Türen und notfalls auch das Dach entfernt. Bild 7Das Seminar war für die Feuerwehr sehr informativ und hilfreich, denn nicht oft hat man die Möglichkeit an einem aktuellem Fahrzeugmodell und unter fachlicher Anleitung zu üben. Immer neue Sicherheitsvorkehrungen, die den Fahrer bei einem Unfall schützen sollen, werden für die Feuerwehren eine Herausforderung.20140517 122110